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Von Gesetzes wegen gilt gem. Art. 8 Abs. 2 Waffengesetz (vgl. https://www.fedpol.admin.ch/waffenbroschuere-d.pdf):

Allgemeine Voraussetzungen für den Erwerb von Waffen:

  1. Person muss mindestens 18 Jahre alt sein;
  2. sie darf nicht entmündigt sein;
  3. sie darf nicht zur Annahme Anlass geben, dass sie sich selbst oder Dritte mit der Waffe gefährdet;
  4. sie darf nicht wegen gewalttätiger oder gemeingefährlicher Handlung oder wegen wiederholt begangener Verbrechen oder Vergehen im Strafregister eingetragen sein.

Bei einem Gesuch für einen Waffenerwerbsschein prüft die Fachstelle für Waffen & Sprengstoff der Kantonspolizei ob obige Voraussetzungen erfüllt sind. Wenn dies (insbesondere Punkt 3) unklar ist, meist wenn eine ungünstige Beurteilung im Sanitätsdossier des Schweizer Militärs, auffälliges Verhalten/Straftaten mit polizeilichen Interventionen, IV-Berentung etc. bekannt sind, wird eine Begutachtung verlangt, worin die Waffentauglichkeit beurteilt werden muss.

Waffentauglichkeitsgutachten müssen die Waffentauglichkeit aus medizinischer Sicht, vor allem psychiatrischer Sicht belegen. 

Waffentauglich bedeutet, dass man aufgrund körperlicher und psychischer Gesundheit zu jeder Zeit zum pflichtgemässen Umgang (Handhabung, Aufbewahrung) mit einer Waffe fähig ist.

Dies bedeutet, dass keine

vorliegen darf.

Was beinhaltet das Gutachten?

Dauer der Begutachtung: zwischen 2 und 4 Stunden. 

Kosten belaufen sich nach Aufwand, für einfache Fälle  CHF 1200.- excl. MWST, komplizierte Fälle gegen CHF 2000.- Die Kosten gehen vollständig zu Lasten des Exploranden (des zu Untersuchenden) und sie können nicht der Krankenkasse weiterverrechnet werden. 

Mitzubringen oder zu Mailen: 

Da es bezüglich der Waffentauglichkeit auch negative Entscheidungen gibt (keine Waffentauglichkeit), wird verlangt, dass der Betrag von CHF 2000.- in bar mitgebracht oder im Voraus auf das Praxiskonto Psyfriends GmbH einbezahlt wird. Der Restbetrag wird Ihnen umgehend nach Gutachtenerstellung rückerstattet.

Es wird das Originalgutachten an die Fachstelle für Waffen & Sprengstoff der Kantonspolizei sowie eine Kopie dem Exploranden geschickt.

Bemerkungen:

Personen mit einer Suchtvergangenheit inkl. aktive gelegentliche Cannabiskonsumenten und/oder mit relevanten chronischen psychiatrischen Störungen sind nicht waffentauglich und können sich das Geld sparen. Bei vorübergehenden, das heisst phasischen Störungen (meist "Spätpubertät") wird eine gewisse Lebensbewährung (ca. 5 Jahre) verlangt um eine Waffentauglichkeit zu belegen. Eine belegte Suchtdiagnose, auch wenn einige Zeit Abstinenz vorliegt, ist nicht mit Waffentauglichkeit vereinbar (Lebenszeitdiagnose)