Fahreignungsuntersuchung Stufe 1

  • Es wird eine kurze, fahreignungsrelevante Anamnese (Befragung bez. Gesundheitszustand) erhoben und die vorliegenden Akten gesichtet.
  • Beim körperlichen Untersuch werden alle für die Fahreignung relevanten Funktionen geprüft.
  • Die psychiatrische Untersuchung erfolgt über das Gespräch und durch Verhaltensbeobachtungen.
  • Die Gedächtnisfunktionen und eine allfällige psychomotorische Verlangsamung werden, wenn erforderlich, separat testpsychologisch geprüft.
  • Die detaillierten Befunde der ärztlichen Untersuchung werden auf einem separaten Blatt festgehalten und in der elektronischen Krankengeschichte gespeichert (bleibt beim Arzt).
  • Das Zeugnis mit dem Resultat der ärztlichen Untersuchung z.H. des Strassenverkehrsamtes (zusammengefasste Befunde, Schlussfolgerungen, Auflagen, Kontrolluntersuchungsintervalle) wird einerseits für die elektronische Krankengeschichte eingescannt und andererseits dem Strassenverkehrsamt gefaxt (d.h. der Lenker muss es nicht mehr schicken).
  • Kosten bei normalem Aufwand CHF 130.- (allermeiste Fälle).
  • Bei höheren Aufwand wird entweder der höhere Aufwand verrechnet (wenn Zeit zur Verfügung steht)  oder eine Stufe 3 Untersuchung empfohlen.

 

In der heutigen Zeit sind viele Senioren bis ins hohe Alter körperlich und vor allem geistig fit und fähig, sicher und korrekt (den Verkehr nicht aufhaltend) ein Fahrzeug zu lenken, resp. zu erkennen, wann sie es nicht mehr sicher können. Leider sind aber nicht alle Senioren "geistig fit genug", d.h. einige können ihre Fahrfähigkeiten nicht mehr richtig einzuschätzen (Selbstüberschätzung, mangelnde Einsichtsfähigkeit), pochen stur auf ihr "Recht Autofahren zu dürfen". Es gibt kein Recht auf das Autofahren, ohne die Pflicht und die Fähigkeit, sich an das Strassenverkehrsgesetz zu halten/halten zu können. Wegen diesen wenigen teils krankheitsbedingt "Uneinsichtigen", die ein erhebliches Risiko im Strassenverkehr darstellen, werden alle Senioren regelmässig untersucht, ob die Fahreignung noch vorliegt.

Man muss einfach die medizinischen Mindestanforderungen erfüllen, nicht mehr und nicht weniger - und es wird streng danach beurteilt. Die Sicherheit der Lenker und insbesondere der Öffentlichkeit geht vor den Wunsch, Autofahren zu dürfen. Einige Menschen habe grosse Mühe, dies zu akzeptieren, aber es ist nur zum Besten für alle. Gemäss den bisherigen Untersuchungen kann die Mehrheit den Führerausweis behalten. Und wenn nicht, bitte cool bleiben. Es gibt auch ein Leben nach dem Autofahren.

Tipp: Wenn Sie wegen Ihres veränderten Fahrstils oder verschlechternden Fahrfähigkeiten schon kritisiert worden sind und z.B. Ihre Frau/Ihr Mann, resp. die eigenen Kinder oder Enkelkinder nicht mehr zu Ihnen ins Auto steigen, ist es Zeit, den Führerausweis freiwillig abzugeben. Sprüche wie "Ich fahre nun schon 50 oder 60 Jahre unfallfrei!" interessieren niemanden. Es zählt der aktuelle gesundheitliche Zustand und die damit verbundenen Fahrfähigkeiten.

 

Qualitätssicherung bei Fahreignungsabklärungen
Qualitätssicherung bei Fahreignungsabklärungen

 

 

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